Das Mikrobiom und stille Entzündungen

Akute Entzündungen sind biologisch sinnvolle Reaktionen auf krankmachende Einflüsse. Sinn und Zweck ist es, diese Einflüsse zu eliminieren. Sie können aber auch chronifizieren und als ‚stille Entzündungen‘, sogenannte silent inflammations, ablaufen und dann sind sie alles andere als biologisch sinnvoll. Im Gegenteil können sie zu Degenerationen und Entartungen führen.

Das Thema stille Entzündungen ist gerade in Fachkreisen sehr populär und viele Erkrankungen werden damit in Verbindung gebracht, wie z.B. das metabolische Syndrom, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen, um nur einige zu nennen.

Wie kann es dazu kommen? Um einer Antwort näher zu kommen müssen wir uns mit dem Darm, besser mit dem Mikrobiom, der Bakterienvielfalt auf unserer Darmschleimhaut, näher befassen.

Vorausgeschickt sei gleich, dass es sich auch in dem Fall der stillen Entzündungen nicht um ein monokausales Geschehen handelt. Insbesondere die oben erwähnten Krankheiten können gleich mehrere Ursachen haben.

Doch speilt der Darm dabei eine wichtige Rolle. Und das möchte ich hier kurz darlegen. In der Naturheilkunde hieß es schon immer: Der Tod sitzt im Darm … und nun bringt die evidenzbasierte Medizin immer mehr Beweise dafür.

Der Darm ist auf Grund seiner großen Kontaktfläche besonders gefährdet, sich mit entzündungsauslösenden Substanzen zu beschäftigen, schließlich hat er Kontakt zur Aussenwelt. Und im Grunde ist er auch ganz gut geschützt. Ohne näher auf die anatomischen Einzelheiten eingehen zu wollen ist eine der Schutzbarrieren die Besiedlung der Darmschleimhaut mit Mikroorganismen.

Sie bilden, wenn das Mikrobiom gesund zusammensetzt ist, eine Kolonisationsresistenz gegen krankmachende Keime und schützen so vor Entzündungen. Darüber hinaus bilden sie kurzzeitige Fettsäuren (u.a. Butyrat), die nicht nur Energie für die Darmschleimhautzellen liefern, sie wirken auch antientzündlich. Und die Bakterien kommunizieren mit den Zellen des Immunsystems, die unter der Schleimhaut liegen.

Das funktioniert auch alles ganz gut, solange die Zusammensetzung des MIkrobioms stimmt. Kommt es hier zu einer Dysbiose, können entzündliche Prozesse im Darm überhand nehmen und die Schleimhaut schädigen. Diese Schädigung kann so weit gehen, dass kleine Löcher entstehen und der Zusammenhalt der Darmschleimhautzellen nicht mehr gewährleistet ist. Es entsteht das sogenannte ‚leaky gut‘ Syndrom.

Und jetzt können Bakterien, auch die guten, und andere entzündungsauslösende Substanzen aus dem Darm direkt ins Gewebe und dort zu chronischen Entzündungsreizen führen. Eine Ernährung, mit zuviel raffinierten Kohlehydraten, zu viel Fleisch, Alkohol, Koffein etc. trägt dazu bei, das der Darm entzündlich reagiert.

Also sollten wir auf der einen Seite unser Augenmerk auf die Gesunderhaltung unseres Darmmilieus legen in Form von Prä- und Probiotika und auf der anderen Seite unser Ernährungsverhalten so weit anpassen, dass wir die Darmschleimhaut nicht noch zusätzlich schädigen. In diesem Zusammenhang spielen z.B. die Omega-3 Fettsäuren mit ihren antientzündlichen Eigenschaften eine wichtige Rolle. 

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist die beste Pflege für das Mikrobiom und der positive Einfluss auf chronische Erkrankungen ist bewiesen.

Schönheit von Innen mit Glycin 

Glycin ist eine nicht-essentielle Aminosäure und als wichtiger Bestandteil fast aller Proteine und als Stoffwechselfaktor von besonderer Bedeutung.

Uns interessiert hier vor allem, was Glycin mit Schönheit von Innen zu tun hat. Es geht hier nicht um charismatische Ausstrahlung, gesundes Selbstbewusstsein oder Akzeptanz des eigenen Selbstes, was zweifelsohne zur Schönheit von Innen beiträgt.

Nein, hier soll es um ein Proteinbestandteil von großer Relevanz für das Bindegewebe gehen. Unser Bindegewebe (auch Binde- und Stützgewebe genannt) besteht aus Knochen, Knorpel, Fett, elastischen und kollagenen Fasern. Und Kollagen spielt hier die Hauptrolle. Es findet sich unter anderem in den weißen, unelastischen Fasern von Sehnen, Bändern, Knochen und Knorpeln … also praktisch überall im Bindegewebe. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es mehrere Typen von Kollagen gibt und wenn wir über Kollagen sprechen, meinen wir das Kollagen vom Typ1.

Und Glycin (schmeckt leicht süßlich) ist mit fast gut einem Drittel die häufigste Aminosäure im Kollagen. Der menschliche Köper kann sie aus Serin (ebenfalls eine nicht-essentielle Aminosäure) synthetisieren und wir nehmen sie mit der Nahrung zu uns. Und was macht das Glycin und somit das Kollagen mit der Haut?

Es verbessert die Hautfeuchtigkeit, Elastizität, Rauheit und Dichte der Haut. (Darüber hinaus verbessert es die Funktionalität der Gelenke und Gelenkschmerzen.)

Das sollte Grund genug sein, sich ausreichend mit dieser Aminosäure zu versorgen. Und wo ist sie drin? Glycin kommt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders Häufig findet man sie in Fisch, Fleisch und Geflügel. Gute pflanzliche Glycinquellen sind beispielsweise Sojabohnen, Linsen, Haferflocken und Erdnüsse.

Der Bedarf liegt bei ca. 10-12 g/tgl. Wir können es zwar selber herstellen, aber offensichtlich nicht so viel, so dass wir den Rest über die Nahrung zuführen müssen (und selbst das wird schwierig) oder aber supplementieren. Hier gibt es Kollagenhydrolysat Produkte tierischen Ursprungs, die das ethische Problem der Aufzucht mit sich bringen, Stichwort Massentierhaltung. Sogenanntes pflanzliches Kollagen enthält kein Kollagen sondern die zur Synthetisierung notwendigen Aminosäuren.

Also, möchtest Du ein verbessertes Hautbild kannst Du Deine Pflegeroutine mit Cremes und Seren sehr effektiv mit der Aminosäure Glycin erweitern, die Deine Schönheit von Innen unterstützt.

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Glykokalyx – Schutz, Barriere und Heimat für Mikroorganismen

Die Glykokalyx ist eine Schicht an der Aussenfläche von Zellmembranen. Sie besteht aus Mehrfachzuckern, die fest mit den Membranproteinen und -lipiden verbunden ist.

Sie dient bei Einzellern als Schutz vor Austrocknung, vor gefressen werden und ist ein Pathogenitätsfaktor. Beim Menschen finden wir sie vor allem an der Innenseite der Gefäßwände und in der Darmschleimhaut. An den Gefäßwänden hindert sie z.B. den Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe.

Interessant für diesen Artikel ist die Glykokalyx der Darmschleimhaut. Sie liegt wie eine Schutzschicht den (Dünn-)Darmschleimhautzellen auf und besteht im Grunde genommen aus einer mehr oder weniger keimarmen inneren, der Darmwand aufliegenden und eine äußern, dem Darmlumen zugewandter Schicht. In dieser letzteren finden sich eine Vielzahl von Bakterien, die das Mikrobiom des Darmes ausmachen. In manchen Zusammenhängen wird diese Schicht auch ‚Biofilm‘ genannt.

Der Tod sitzt im Darm

Die Zusammensetzung des Mikrofilms ist in großem Maße abhängig von Ernährung, Genussgiften wie Nikotin und Alkohol, Stress sowie Medikamenten. All diese eben genannten Faktoren können das Gleichgewicht des Mikrobiom empfindlich schädigen, so dass die Zusammensetzung pathologisch wirken kann. Der Zusammenhang zwischen einem gestörten Mikrobiom und (neurodegenerativer) Erkrankungen ist seit langem bekannt.

Wenn sich nun diese innere Schicht der Glykokalyx ausdünnt kommen mehr und mehr Bakterien an die Schleimhautzellen heran und bekommen Kontakt zu Immunzellen, die direkt unterhalb der Darmschleithautzellen liegen. Hier sei noch angemerkt, dass die Darmwand lediglich aus einer Zelllage besteht und dementsprechend sensibel ist.

Stille Entzündungen

Diese Immunzellen werden durch die Bakterien getriggert und es entstehen Entzündungen, die auf die Darmwand übergreifen können aber auch andere Organe erreichen können. Zum allergrößten Teil sind es sogenannte stille Entzündungen, auch ‚silent immflammations‘, die Ursache für eine Vielzahl von Erkrankungen sein können. Beispielhaft seien hier genannt Mb. Alzheimer, Mb. Parkinson, Kopfschmerzen, Migräne, Herzinfarkt, KHK, rheumatische Erkrankungen, Fettleber, Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen, Autoimmunerrankungen, Carcinome u.s.w.

Wir finden sozusagen eine Ursache und viele Symptome. Für die stillen Entzündungen gibt es mehrere Gründe, einer davon ist die gestörte Glykokalyx. Ein Schutzfaktor für die Glykokalyx sind kurzzeitige Fettsäuren. Diese kurzzeitigen Fettsäuren werden z.B. von Bakterien gebildet, wenn sie genug Ballaststoffe bekommen, aber auch von Omega-3, (die zu dem noch antientzündlich wirkt) einer mehrfach ungesättigten essentiellen Fettsäure.

Omega-3 und Ballaststoffe 

Hier finden wir zwei Ernährungsansätze, um den Phänomen ‚silent inflammation‘ zu begegnen.  Berücksichtigt wir jetzt noch die Unterversorgung der deutschen Bevölkerung mit Omega-3 (im Durchschnitt beträgt der Omega-3 Index 4-6%, wünschenswert wäre mehr als 8%) und dass die Deutschen laut Nationaler Verzehrstudie II die von der DGE empfohlene Mindestzufuhr von 30g Ballaststoffe pro Tg mehrheitlich nicht erreichen wundert es wenig, wenn wir mittlerweile so vielen Stoffwechselkrankheiten begegnen.

An dieser Stelle sei eine kritische Anmerkung zu den im Augenblick vielfältig im Internet angepriesenen ‚Darmreinigungen‘ gestattet, die mit verschiedenen Methoden den’Biofilm’ herausbringen wollen und somit eine Reinigung der Darmschleimhaut zu vollziehen. Meines Wissens ist es noch völlig ungeklärt, was eine derartige Reinigung mit der schützenden Glykokalyx macht und evtuell sogar die schützende Schicht von den Darmschleimhautzellen mit entfernt, so dass diese schutzlos den verbliebenen Mikroorganismen ausgeliefert sind.

Was tun? Wie immer ist es ganz einfach. Iss frische, naturbelassene Lebensmittel, am besten aus biologisch-dynamischen Anbau, nutze gute natürliche Fette, reduziere die (vor allem) raffinierten Kohlenhydrate. Meide Fleisch und tierische Produkte von Tieren aus Massentierhaltung (abgesehen vom ethischen Standpunkt sind dieses Fleisch und deren Produkte wie Milch und Butter von der Zusammensetzung der Fettsäuren schlecht), versorge Dich ausreichend mit Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, nötigenfalls mit sinnvoller Nahrungsergänzung.

Mehr zu diesem Thema erfährt Du am 29. Mai von 10-15h in einem online Seminar zum Thema Darm-Hirn-Achse. 

Hier geht es zur Anmeldung.

Fett – weiß, beige oder braun

Fettzelltypen als Fettzellteilung im braunen, beigen oder weißen Umrissdiagramm

Das Fettgewebe im menschlichen Körper erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben. So dient es als Baufett dem Auspolstern der Augenhöhle, schützt unsere Fersen beim Gehen und Laufen und dient den knöchernen Sitzhöckern als Polster, so dass wir länger sitzen können. 

Ohne dieses Sitzhöckerfett würden wir sehr schnell Schmerzen beim Sitzen bekommen und müssten sehr schnell wieder aufstehen … was eigentlich gar nicht so schlecht wäre in einer Zeit, wo wir uns immer weniger bewegen.

Darüber hinaus ist das Fettgewebe ein immens wichtiges Stoffwechselorgan. Lange Zeit hat man es als Zielorgan einiger Botenstoffe angesehen. Jetzt weiss man, dass es selbst ein hormonelles Organ ist, das z.B. mit Leptin unser Hungergefühl steuert. Man hat derzeit mehrere hundert Sekretionsprodukte mit lokalen oder systemischen Wirkungen charakterisiert.

Weiterhin dient das Fettgewebe der Energiespeicherung. Wir können größere Mengen Triglyceride in den Depots speichern, die wir bei Bedarf wieder verbrauchen können. Es ist das ausführende Organ des zentral gesteuerten Energiehaushaltes.

Und hier kommen wir zur Farbe. Die Speicherfettzellen sind sogenannt univakuolär, d.h., sie haben nur eine Vakuole, eine Art Hohlraum, in dem die Lipide gespeichert werden. Diese Vakuole kann bis zu 95% des Zellvolumens ausmachen und alle anderen Zellorganellen an den Rand drängen. Sie bestehen also hauptsächlich aus Speiherfett. Bei der histologischen Untersuchungen sind diese Adipozyten in der Regel entleert und erscheinen weiss. Darum wird dieses Depotfettgewebe auch weisses Fett genannt.

Dann gibt es Fettzellen, die plurivakuolär sind, also mit vielen Vakuolen ausgestattet sind, die ebenfalls mit Speicherfett gefüllt sind, aber die anderen Zellorganellen nicht an den Rand der Zelle drängen. Darüber hinaus enthalten sie sehr viel mehr Mitochondrien, die diesen Fettzellen eine eher Braunes Aussehen verleihen. Darum spricht man in diesem Fall vom braunen Fettgewebe.

Und das hat es in sich. Auf Grund der vielen Mitochondrien kann hier sehr viel Substrat verbrannt werden und durch einen besonderen Mechanismus wird bei diesem Prozess die Energiegewinnung abgekoppelt und es entsteht Wärme. Unser braunes Fett ist also ein Wärmelieferant. Darum haben Säuglinge (schlechtes Oberflächen-Volumenverhältnis, sie kühlen schnell aus) noch so viel davon und wir Erwachsenen relativ wenig. Angeregt wird die Wärmebildung durch Kälteexposition, einen sogenannten thermogenen Lebensstil mit z.B. Raumtemperaturen um die 17 – 18 Grad und oder längeren Spaziergängen an frischer und kalter Lauft … ohne Funktionsbekleidung. Aber unser Komfortbedürfnis hat etwas dagegen.

Würde man aber das praktizieren, so könnte das weisse Fettgewebe in braunes umgewandelt werden, also es wird nicht ganz so braun wie das ursprüngliche, sonder eher beige. Und da sind wir bei dritten Farbe des Titels.

Und das ist doch eine gute Nachricht für alle, die Ihre Fettdepots verkleinern möchten. Man muss nur das weisse Depotfett in braunes umwandeln. Leichter gesagt als getan. 

Cholin – ein interessanter Mikronährstoff

Cholin, früher auch Vitamin B4, genannt ist ein lebensnotwendiger Mikronährstoff, den der menschliche Körper aus der Aminosäure Methionin und Folsäure selber herstellen kann. Lange Zeit ging man davon aus, dass die körpereigene Synthetisierung von Cholin ausreichend sei. Eine cholinarme Ernährung führt allerdings zu Muskelschäden und Fettleber.

Im menschlichen Stoffwechsel wird Cholin u.a. zu Azetylcholin umgewandelt, einem lebensnotwendigen Neurotransmitter (= Vermittler von Nervenimpulsen). Darüber hinaus ist Cholin Bestandteil der Phospholipide, die ihrerseits eine der drei Hauptgruppen der Zellmembran(lipide) sind.

Neuronensynapse

Allein diese beiden Baustoffe, die aus Cholin gebildet werden, zeigt wie wichtig dieser Mikronährstoff für unser Wohlergehen und unsere Gesundheit ist. 

Dementsprechend vielfältig sind die Funktionen vom Cholin:

  • Nervensystem: Cholin als Bestandteil von Azetylcholin und somit Signalüberträger im Nervensystem beeinflusst sämtliche beteiligte Nervenprozesse, Gedächtnisleistungen, Emotionen sowie muskuläre Funktionen wie Herzmuskelkontraktion, Atmung und Blutdrucksteuerung.
  • Leber: ganz wichtig ist die Funktion beim Fettstoffwechsel und Giftabbau in der Leber. Cholin verhindert den Fetteinbau in die Leberzellen und schützt diese durch Membranstabilisierung. Darüber hinaus stimuliert Cholin die Enzymsysteme zur Entgiftung in der Leber, um anfallende Gifte und Fremdstoffe abzubauen und auszuscheiden. 
  • Cholinmangel erhöht die Homocysteinwerte und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit an Arteriosklerose zu erkranken. Homocystein ist ein gefäßschädigendes Abbauprodukt des normalen Stoffwechsel, das v.a. Vit B6, B12 und Folsäure braucht, um abgebaut zu werden. Allerdings kann parallel dazu auch Cholin die Homcysteinspiegel im Blut senken.

In welchen Nahrungsmitteln ist denn nun ausreichend Cholin enthalten und wie viel sollten wir zu uns nehmen? Es gibt keine offiziellen Zufuhrempfehlungen lediglich eine ‚angemessene‘ Zufuhr.

So sollten Männer etwa 550 mg/d zu sich nehmen, Frauen mit 425 mg/d etwas weniger (Schwangere und Stillende 550 mg/d).

Lebensmittel Cholin-Gehalt pro 100 g
Pflanzlich  
Erdnuss 52 mg
Sojamilch 23 mg
Linsen 32 mg
Haferflocken 32 mg
Vollkornweizen 60 mg
Pilze 16 mg
Blumenkohl 40 mg
Brokkoli 40 mg
Rosenkohl 40 mg
Tierisch  
Milch 14 mg
Käse 15–25 mg
Fleisch 65–108 mg
Ei (eines) 150 mg
Fisch 60–90 mg

 

Quelle: Wikipedia

Und wie so oft ist die Bioverügbarkeit dabei eine unbekannte Variable. So weiss man z.B. dass einige Bakterien des Darmmikrobioms einen Einfluss wau die Bioverfügbarkeit haben.

Und dann könnte (und sollte) man eventuell supplementieren. Aber auch hier gilt. Zu viel ist auch nicht gut. Mehr als 3.000 mg/d sollte man nicht zu sich nehmen. 

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immunrelevante Mikronährstoffe zur unterstützenden Behandlung von Infektionskrankheiten

Die jetzige Jahreszeit, Anfang Januar, mit feucht kaltem Wetter, kurzen Tagen und langer Dunkelheit ist prädestiniert für die Bereitschaft, Infektionskrankheiten Tür und Tor zu öffnen. Dazu kommt eine besondere Situation durch das COVID-19 Virus, das die Welt in Atem hält und die Entscheidungsträger vor sich her jagt.

Das Virus und die Maßnahmen, die getroffen werden, um der Pandemie zu begegnen verbreiten Angst und verursachen Stress. Aus der Psychoneuroimmunologie ist bekannt, dass Angst und Stress mächtige pathogenetische Faktoren sind, die fast noch schlimmere Folgen haben als diese Infektion an sich. Dazu kommt, dass soziale Isolation den eben genannten Faktoren in seiner Pathogenität ebenbürtig ist.

Was haben wir also für Möglichkeiten, diesen Herausforderungen zu begegnen. Sicherlich sollten wir alle unsere Stressresilienz versuchen zu erhöhen, was aber leichter gesagt als getan ist.

Parallel dazu sollten wir unser Immunsystem optimieren. Viel frische Luft, Waldbaden, Bewegung … all das kann unser Immunsystem unterstützen. Wir können aber auch ganz gezielt mit immunrelevanten Mikronährstoffen arbeiten.

Hierzu zählen bekanntermaßen und bestens belegt:

  • Vitamin A
  • Vitamin D
  • Vitamin C
  • Quercetin
  • Vitamin-B-Komplex
  • Coenzym Q10
  • Selen
  • Zink
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamin K
  • sowie Spermidin und Glutathion

Zum einen sollten wir unsere Ernährung diesbezüglich optimieren und zum anderen supplementieren.

Genauere Empfehlungen entnehmen Sie bitte dem wertvollen Buch COVID-19 und Long-COVID von Uwe Gröber.

 

 

Vitamin A – unterschätzt bei immunologischen Funktionen

Wenn über die Stärkung bzw. Modulierung des Immunsystems die Rede ist, dann wird viel und hauptsächlich über Vitamin C, Vitamin D, omega-3 Fettsäuren und Zink berichtet. Dass Vitamin A aber eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielt wird dabei etwas übersehen.

Vitamin A (Retinol und seine Abkömmlinge) schützen durch die Aufrechterhaltung der Zellmembran die  Schleimhautzellen der Atemwege, des Verdauungssystems und der Harnwege. Diese Schleimhäute sind eine natürliche Barriere für Mikroorganismen und können diese, wenn intakt, nur schlecht durchdringen.

Drüber hinaus ist Vitamin A an der Synthese von Antikörpern beteiligt, hier vor allem den T-Lymphozyten, die wichtige regulatorische und Signalprozesse in Gang setzen.

Vitamin A findet sich in größeren Mengen hauptsächlich in der Leber. Nun sind Innereien nicht jedermann/fraus Sache und der zunehmende Trend, sich vegetarisch bzw. vegan zu ernähren, könnte hier zu Problemen führen. Das sollte gerade in Zeiten, in denen sich Infektionskrankheiten ausbreiten, berücksichtigt werden. Eine ausreichende Zufuhr von Gemüse und Obst und somit mit reichlich beta-carotin muss gewährleistet sein.

Beta-Carotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, allerdings nicht 1:1 sondern im Verhältnis 6:1 (manche Autoren neuerer Studien gehen sogar von einem noch schlechteren Verhältnis aus). D.h. aus 6 Teilen beta-carotin wird 1 Teil Vitamin A synthetisiert. Darüber hinaus haben die Carotinoide im Körper weitere wichtige gesundheitliche Funktionen. Sie wirken antikanzerogen und sie sind potente Antioxidantien mit zum Teil einem mehrfachen der antioxidativen Wirkung von Vitamin C und E, und die sind schon sehr mächtig.

Alles gute Gründe sich gut mit carotinoidreichen Pflanzen zu versorgen. Oder sich mit sinnvoll zusammengesetzten, natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln, mit Vitalstoffen  zusätzlich zu versorgen. Aber hier ist Vorsicht geboten. Eine schwedische Studie mit isoliertem beta-carotin musste abgebrochen werden, weil Teilnehmer, die rauchten, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken, aufwiesen. Keine Isolate, keine synthetischen NEMs!

Übrigens nutzt der Körper im Winter seine Vitamin A Reserven um über einen relativ komplexen Mechanismus mehr Wärme zu produzieren. 

Vergessen darf man auch nicht, dass Zink eine entscheidende Rolle beim Transport von Vitamin A und/oder beta-Carotinen zum Wirkort spielt. Und gerade Zink hilft u.a. über diesen Weg, das Immunsystem (s.o.) zu modulieren.

Also, entweder Leber essen (wer’s mag) oder viieel Paprika, Tomaten, grünes Gemüse etc. oder sinnvoll supplementieren.

 

 

 

Die Darm-Hirn Achse

Seit ca. 3 Milliarden Jahren gibt es Mikroorganismen auf der Erde und erst viel viel später kamen vielzellige Lebensformen hinzu. Eigentlich Futter für die Bakterien, denn Bakterien wollen immer fressen.

Sind ja lebendige Einheiten und müssen ihren Stoffwechsel bedienen. Sie waren so hungrig, dass sie sogar in ein anderes Bakterium eingedrungen sind um zu sehen, was es da zu fressen gab. So entstand übrigens unser heutiges Mitochondrium, in dem sich immer noch eine (ziemlich ungeschützte) DNA befindet, also Bakterien DNA.

Die Symbiose mit Mikroorganismen ist also uralt und integrativer Bestandteil des menschlichen Seins. Das zeigt sich nirgendwo mehr als auf der Darmschleinhaut, auf der sich unzählige Mikroorganismen tummeln. Früher fälschlicherweise Darmflora genannt, wird diese Besiedlung jetzt als Mikrobiom oder Mikrobiota bezeichnet.

Es ist eine Symbiose. Die Bakterien brauchen uns bzw. unsere Nahrung und wir brauchen sie. Unterschiedliche Quellen verweisen auf mehr als 1.000 Arten und mit insgesamt mehr als 100 Billionen Bakterien und einem Gesamtgewicht von ca. 2kg.

Auf unserer Haut und unseren Schleimhäuten tummeln sich also unzählige mikroskopisch kleine Lebensformen, die gesund bleiben und in einem Gleichgewicht leben wollen bzw. müssen.

Der wohl weitaus größte Teil befindet sich auf der Schleimhaut des Dickdarmes und hat lebenswichtige Funktionen. Ohne sie würden wir nicht leben können. Sie haben entscheidenden Anteil an unserer Verdauung, beeinflussen das Immunsystem, sind in Entzündungsprozessen involviert und haben über verschiedene Verbindungen einen direkten Draht zu unserem Gehirn.

Und hier wird es sehr spannend. So geht man heute davon aus, dass z.B. eine Krankheit wie der Morbus Parkinson im Grunde seine Ursache im Darm hat. Eine gestörte Darmmikrobiota führt zu eine Fehlbesiedlung mit Bakterien, die ein bestimmtes Protein synthetisieren, dass dann über die Darm-Hirn-Achse sich im Gehirn ablagert und dort zu dem Untergang der betreffenden nervalen Zellregionen führt.

Ebenso geht man mittlerweile davon aus, dass eine Krankheit wie die multiple Sklerose ebenfalls ihre immunologischen Ursachen im Darm hat.

Das heisst, Krankheiten, die vormals ausschließlich als neurologische Krankheiten definiert wurden müssen heute umgedacht werden und entsprechende Therapieansätze erweitert werden.

Bekannt ist auch, dass die Ernährungsweise der industrialisierten Welt mit viel raffiniertem Zucker, Fast Food und zu viel Fleisch einen negativen Einfluss auf die Darmmikrobiota hat.

‚Eure Nahrung sei Eure Medizin und Eure Medizin sei Eure Nahrung.‘ Hippokrates

Vertieft wird diese Thema in dem online Seminar ‚die Darm-Hirn-Achse‘ am 14.11.

Hier kannst Du Dich anmelden.

https://hplanglotz.de/events/ganzheitlicher-ernaehrungsberater-modul-4-die-darm-hirn-achse/

Inhaltsstoffe Vaxzevria® Injektionssuspension

Folgende Informationen sind aus der Veröffentlichung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dort unter folgendem Link einsehbar:
https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/vaxzevria-previously-covid-19-vaccine-astrazeneca-epar-product-information_de.pdf

Eine Dosis (0,5 ml) enthält:
Schimpansen-Adenovirus, der das SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein (ChAdOx1-S)* kodiert, nicht weniger als 2,5 x 108 infektiöse Einheiten (IE)
*Hergestellt in genetisch veränderten, humanen embryonalen Nieren 293-Zellen (HEK, human embryonic kidney) und durch rekombinante DNA-Technologie.

Dieses Produkt enthält genetisch veränderte Organismen (GVOs).

Sonstige Bestandteile:

  • Histidin Histidinhydrochlorid-Monohydrat Magnesiumchlorid-Hexahydrat Polysorbat 80 (E 433)
  • Ethanol
  • Saccharose
  • Natriumchlorid
  • Natriumedetat (Ph.Eur.)
  • Wasser für Injektionszwecke

Dosierung und Art der Anwendung

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vaxzevria bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom und Gerinnungsstörungen

Das Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS), in einigen Fällen einhergehend mit Blutungen, wurde sehr selten nach einer Impfung mit Vaxzevria beobachtet. Dies schließt schwere Fälle ein, die sich als venöse Thrombose präsentierten, einschließlich des Auftretens in ungewöhnlichen Bereichen, wie zum Beispiel zerebrale Sinusvenenthrombose, Splanchnische Venenthrombose sowie arterielle Thrombose, bei gleichzeitiger Thrombozytopenie. Einige Fälle hatten einen tödlichen Ausgang. Die meisten dieser Fälle traten innerhalb der ersten drei Wochen nach der Impfung und meist bei Frauen unter 60 Jahren auf.

Kapillarlecksyndrom

In den ersten Tagen nach der Impfung mit Vaxzevria wurden sehr seltene Fälle des Kapillarlecksyndroms (Capillary-Leak-Syndrome, CLS) berichtet. In einigen Fällen war eine Vorgeschichte von CLS bekannt. Ein tödlicher Ausgang wurde berichtet. CLS ist eine seltene Erkrankung, die durch akute Episoden von Ödemen, die hauptsächlich die Gliedmaßen betreffen, Hypotonie, Hämokonzentration und Hypoalbuminämie gekennzeichnet ist. Bei Patienten mit einer akuten CLS-Episode nach einer Impfung ist eine sofortige Erkennung und Behandlung erforderlich. In der Regel ist eine intensive unterstützende Therapie erforderlich.

Neurologische Ereignisse

Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) wurde sehr selten nach einer Impfung mit Vaxzevria berichtet. Medizinisches Fachpersonal sollte auf Anzeichen und Symptome von GBS achten, um die richtige Diagnose sicherzustellen, angemessene unterstützende Maßnahmen und die Behandlung einzuleiten und um andere Ursachen auszuschließen.

Dauer des Impfschutzes

Die Dauer der Schutzwirkung des Impfstoffs ist nicht bekannt, da sie noch im Rahmen laufender klinischer Studien ermittelt wird.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Vaxzevria bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien weisen nicht auf direkt oder indirekt schädigende Wirkungen in Bezug auf die Schwangerschaft, die Entwicklung des Embryos/Fötus, die Geburt oder die postnatale Entwicklung hin.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Vaxzevria in die Muttermilch übergeht. In tierexperimentellen Studien mit Mäusen wurde ein Übergang von anti-SARS-CoV-2 S-Antikörpern der Muttertiere auf die gesäugten Nachkommen beobachtet.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Genotoxizität/Karzinogenität

Es wurden weder Genotoxizitäts- noch Karzinogenitätsstudien durchgeführt. Es ist nicht zu erwarten, dass die Bestandteile des Impfstoffs ein genotoxisches Potenzial haben.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

 

Die Lebensenergie nähren

Wenn Du im Netz nach Informationen über den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit suchst findest Du 1000e Seiten über den Einfluss von Nahrungsmitteln auf den Stoffwechsel. Das Spektrum reicht von vereinfachenden Darstellungen bis hin zu höchst komplexen biochemischen Zusammenhängen.

Gemeinsam ist diesen Ansätzen die Reduzierung des Menschen auf eine Stoffwechselmaschine in die lediglich die ‚richtigen‘ Lebensmittel hineingeschüttet werden müssen um am Ende ein optimales Funktionieren zu gewährleisten.

Dass wir Menschen aus mehr als aus dem Körper bestehen ist eine Binsenweisheit. Dennoch wird dieser Aspekt immer noch zu selten im Zusammenhang mit dem Thema Ernährung berücksichtigt. 

So ist der Begriff der Lebensenergie den Abstraktlingen der Naturwissenschaften fremd. Ganz anders in den traditionellen Ernährungsformen im fernen Osten wie in Indien, China und Japan, um nur die drei bekanntesten zu nennen. Auch in unserem Kulturkreis gab (und gibt) es derartige Konzepte, die seit dem Zeitalter der Aufklärung mehr oder weniger in Vergessenheit geraten sind und als Hokus Pokus und Aberglaube abgetan wurden.

Ohne näher auf diese Denkansätze einzugehen möchte ich aber die Frage stellen, wie wir denn über die Nahrung eben diese Lebensenergie nähren uns stärken können.

Da gibt es zum einen den Begriff der Frische. Je frischer und natürlicher ein Lebensmittel ist und je weniger es  verarbeitet wurde um so mehr enthält es die Lebensenergie stärkenden Inhalte. Als Beispiel seien hier Biophotonen erwähnt, deren Nutzen und Relevanz spätestens seit den Forschungen von Dr. Fritz Popp bewiesen sind. Siehe auch diesen Blog-Beitrag.

Zum anderen spielt die Produktion von Lebensmitteln eine entscheidende Rolle. In dem Buch ‚Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln‚ findest Du eine Vielzahl wunderbarer Fotos von Lebensmitteln in 500-1000facher Vergrößerung die biologisch-dynamisch angebaut worden sind und Lebensmitteln gegenübergestellt, die konventionell angebaut worden sind. Offensichtlich ist der Unterschied in Ordnung und Struktur zu erkennen.

Neben der optimalen Stoffwechselversorgung mit vollwertiger Kost ist diesem Aspekt der Ernährung ein mindestens  ebensogroßer Anteil einzuräumen. Denk mal darüber nach, wie Du Deine Lebensenergie nähren kannst?