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Biophotonen – Licht in unseren Zellen

Wir leben vom Licht. Ohne Sonne kein Leben auf diesem Planeten. Alle Lebewesen sind im Grunde genommen Lichtsäuger, auch wir Menschen.

Aber was saugen wir da, wo kommt es her und wie kommt es in unseren Körper. Die Strahlung der Sonne besteht u.a. aus Photonen (=Lichtquanten). Pflanzen nehmen diese Lichtquanten über die Photosynthese auf, wandeln Licht in Energie um und speichern die Biophotonen (=Photonen in lebendigen Substanzen).

Und wir Menschen nehmen über frische Nahrung, möglichst unbehandelt (und schon mal gar nicht industriell verarbeitet, sozusagen ‚denaturiert) über diesen Weg Biophotonen in uns auf.

Welche Funktion haben diese Biophotonen. Nach den Forschungen und Erkenntnissen von Prof. Dr. Fritz-Albert Popp dienen sie vor allem der Informationsübertragung und Aufrechterhaltung der zellulären Ordnung. Wir besitzen also neben den materiellen Informationssystem im menschlichen Körper, dem Nerven- und dem Hormonsystem, ein drittes und wohl auch wesentliches Informationssystem, das uns mit dem Licht verbindet. Diese Biophotonen werden in der menschlichen Zelle zu einem Großteil in der DNA gespeichert.

Wir können sie direkt über die Sonnenstrahlung aufnehmen und indirekt über Pflanzen. Die elementare Bedeutung dieser Erkenntnisse ist noch lange nicht in den allgemeinen Wissensschatz  durchgedrungen und wird nur kaum erforscht oder gar wissentlich ignoriert.

Dass dieses aber derzeit noch viele Phänomen, angefangen von der zellulären Ordnung eines Organs bis hin zur Entstehung einer Unordnung, im schlimmsten Fall eine Krebserkrankung, eine sinnvolle Erklärung bietet, sollte Anlass genug sein, sich mit diesem Thema intensiver zu beschäftigen.

Östlichen Philosophien, aber auch in unserem Kulturkreis, ist das Konzept von Energie nicht unbekannt, im Gegenteil, sie ist die Basis für die traditionellen Betrachtungsweisen der Philosophie, der Medizin, ja der gesamten Lebensphänomene.

Wohin uns die einseitige Betrachtungsweise der Welt unter Ausschluss solcher Phänomene führt, können wir derzeit an allen Ecken und Enden sehen. Es wird immer wichtiger, immer drängender, diese Aspekte als alltäglichen Bestandteil zu verstehen, nicht zuletzt in der Nahrungsaufnahme und in der Produktion von Lebensmitteln.

Sonnst wird uns allen irgendwann das Licht fehlen und somit das Leben.

Literatur:
Fritz A. Popp: Die Botschaft der Nahrung 
Erwin Schrödinger: Was ist Leben
Rüdiger Dahlke: Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung:



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Vitamin B12 Analoga

 

Dauerbrenner Vit B12. Heute geht es um die sogenannten Vitamin B12 Analoga.

B12, auch Cobalamin genannt, ist ein essentielles Vitamin, dass der menschliche Körper nicht in ausreichender Menge synthetisieren kann. Und wenn, dann noch an falschem Ort.

B12 wird von Mikroorganismen, hauptsächlich von Bakterien, hergestellt. Das passiert auch im Mikrobiom in unserem Darm, v.a. im Dickdarm. Allerdings nicht in ausreichender Menge und resorbieren können wir es dort auch nicht. Folglich müssen wir Nahrungsmittel zu uns nehmen, die B12 enthalten und das in ausreichender Menge. Nun sind diese Lebensmittel allerdings hauptsächlich tierischen Ursprungs und somit wird B12 für Veganer ein kritischer Mikronährstoff.

Denn obwohl wasserlöslich, kann der menschliche Körper Cobalamin in großer Menge in der Leber speichern, so dass nicht sofort ein Mangel entstehen würde. Aber irgendwann tritt er ein. Aber es gibt doch pflanzliche B12 Quellen, wendet der/die engagierte Veganer*in ein.

Und hier kommen die Vitamin B12 Analoga ins Spiel. Sie sehen so aus wie B12, haben aber im menschlichen Körper keine Funktion … und schlimmer noch, sie besetzen die Transportmoleküle, die das ‚aktive‘ B12 benötigen, um resorbiert zu werden.

Und das macht sie zu schädlichen Nahrungsbestandteilen. Und worin befinden sich jetzt die B12-Analoga? Leider haben sich mittlerweile fast alle vermeintlichen pflanzlichen B12-Quellen wie Spirulina, Nori, Miso und Wakame als Quellen für B12-Analoga herausgestellt.

Einzig die Chlorella-Alge, Dulse und weitere Algen namens Coccolithophorid werden derzeit als mögliche Vitamin B12-Quellen erforscht.

Darüber hinaus können Serumuntersuchungen nicht zwischen aktiven B12 und B12-Analoga unterscheiden, so dass diese Werte unbrauchbar sind, um den B12-Spiegel zu bestimmen.

Wesentlich aussagekräftiger ist der MMA Wert im Urin. Methylmalonsäure wird von Vit B12 haltigen Lebensmitteln gesenkt und ist somit ein verlässlicher Bio-Marker. Ebenso das sogenannte Holo-TC. Holotranscobalamin ist die stoffwechsel aktive Form des Vit B12, ist aber doppelt so teuer wie ein ’normaler‘ Serum B12-Test, darum bitte beim Arzt auf Holo-TC bestehen oder MMA messen lassen.

Aus den oben genannten Gründen sollten Veganer sich nicht auf vermeintliche pflanzliche Vit B12 Quellen verlassen sondern in physiologischer Höhe supplementieren.

  

 

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Buchtipp: vegan Klischee ade

Vegan Klischee ade

Vegane Ernährung boomt, keine Frage.

Und wird kontrovers diskutiert. Von den gebetsmühlenartig vorgetragenen Vorurteilen, dass Veganer mit wichtigen Nährstoffen unterversorgt sind bis hin zu einer fast religiös anmutenden Diskussion.

Der Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau macht sich nun auf, um auf über 500 Seiten die gängigen Vorurteile gegenüber einer veganen Ernährungsweise zu entkräften.

Wobei die Betonung auf Wissenschaft liegt. Belegt durch eine Vielzahl von zitierten Studien zeigt Niko Rittenau auf, dass eine vegane Ernährungsform mitnichten zu Mangelerscheinungen führen muss, sondern im Gegenteil, wenn richtig durchgeführt, gesundheitsfördernd wirkt.

Ausgehend von den fünf wichtigsten Säulen einer veganen Ernährung, Vollkorngetreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse und Saaten, erläutert der Autor höchst detailliert die gesundheitlichen Vorteile und entkräftet die gängigsten Vorurteile.

Das Dauerthema Vitamin B12 bei Veganern wird mit exakten Einnahmenempfehlungen ausführlichst abgehandelt. Dieses Buch ist eine wahre Schatzkiste an Informationen und absolut empfehlenswert für alle, die sich mit Ernährungscoaching und/oder veganer Ernährung befassen.

Das Buch ist mit 26,50 in der Preisgestaltung für soviel Informationen sehr moderat, der Sprecher des Hörbuches ist mir persönlich etwas zu schnell und erfordert größte Konzentration, sonst bist Du draußen.

Eine kritische Anmerkung noch. Mir fehlt die Differenzierung zum Thema bio versus konventioneller Anbau und was das einerseits mit den Säulen einer veganen Ernährung macht und andererseits ob und wie die Ressourcen unseres Planeten berücksichtigt werden. Ein bisschen zu viel der wissenschaftlichen Scheuklappen und zu wenig Denke in ganzheitlichen Zusammenhängen.

Auch fehlt mir der ganzheitliche Ansatz in der Betrachtung des Menschen. Nahrung ist mehr als die Versorgung des Stoffwechsel mit den notwendigen Stoffen. Lebensmittel nähren Körper, Geist und Seele, insbesondere dann, wenn deren Produktion die Rhythmen der Natur berücksichtigt und sich darin einfügt.

Aber wenn Du darüber hinweg schauen kannst, hast Du ein unschlagbares Standardwerk zum Thema vegane Ernährung. Absolute Kaufempfehlung.

Mit dem folgenden Link landest Du bei amazon (und kannst Dir mehr Informationen holen), aber mir wäre es lieber, Du bestellst es bei Deinem örtlichen Buchhändler und unterstützt so den inhabergeführten Handel und nicht den reichsten Mann der Welt (oder ist das jetzt Elon Musk? wechselt wahrscheinlich, je nach Börsenwert der jeweiligen Unternehmen 🙈😁).

Niko Rittenau: Vegan Klischee ade …

oder als Hörbuch für 12,99

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Vertraue Deiner Intuition

Mittlerweile gibt es dutzende Ernährungsformen, hunderte von Ratschlägen, wie man seine Ernährung umzustellen hat und der Dschungel der Empfehlungen wird immer dichter.

Was tun? Experten fragen, Ratgeber kaufen?

Dabei sind wir doch selber unsere Experten. Wir haben über die Jahrtausende eine ausgefeilte und hochdifferenzierte Sensorik entwickelt. Wir können sehr fein riechen (ja … nicht sooo fein wie ein Hund), unsere Augen sind wahre Wunderwerke und unser Geschmackssinn kann lebensrettend sein.

Und dann gibt es noch das Bauchgefühl, die innere Stimme, unsere Intuition.

Wir leben in einer Zeit, in der wir mehr auf die Ratschläge von Experten hören anstatt in uns hinein zu hören, und wahr zu nehmen, welche feine Stimmungen und Antworten in uns schwingen.

Wir haben es verlernt, unsere Aufmerksamkeit nach Innen zu lenken, statt dessen sind wir auf Ablenkung und Zerstreuung aus.

Das gilt umso mehr für die Nahrungsaufnahme und unser leibliches Wohlergehen.

Wir Menschen besitzen einen Stoffwechsel, der nach ganz bestimmten biochemischen Gesetzmäßigkeiten funktioniert. Doch sind wir selbstverständlich keine Maschinen, auch wenn das uns beherrschende naturwissenschaftliche Weltbild uns darauf reduzieren möchte: das Herz ist eine Pumpe, die Nieren sind eine Filtrationsanlage … und dergleichen mehr.

Jeder Mensch besitzt eine individuelle Stoffwechselsituation, der im Ernährungsverhalten und in der Lebensmittelauswahl Genüge getan werden muss. Es gibt keine gesunderhaltende Ernährungsweise, die für alle gleich ist.

Und hier kommt unsere Intuition ins Spiel. Ich gehe davon aus, dass wir im Grunde genommen wissen, was uns gut tut und was nicht. Wie fühlst Du Dich nach einer ganz bestimmten Mahlzeit?  Spiele ein bisschen mit den Nahrungsmitteln, mit den Uhrzeiten der Nahrungsaufnahme. Wie ist Deine Stimmung, wie ist Dein Körpergefühl, bist Du voller Energie oder fühlst Du Dich müde?

Wie riecht Dein Essen, kaue langsam und ausgiebig, gehe nach Deinem Geschmacksempfinden.

Sei achtsam und lerne, es zu sein. Meditation hilft dabei sehr, auf die innere Stimme zu hören. Stelle Deinen Stoffwechsel auf ‚Null‘, in dem Du eine Woche lang fastest. Dann sind Deine Sinne klar genug, um herauszufinden, was Dir gut tut und was nicht.

Kleisterst Du allerdings Deine Geschmacksknospen mit fast food und Megadosen von Zucker und Salz, Geschmacksverstärkern und anderen synthetischen Zusatzstoffen zu, dann kannst Du nicht erwarten, dass Deine Zunge erkennen kann, was Dir gut tut und was nicht.

Du, und nur Du, weisst, was dir gut tut. Doch musst Du Deiner inneren Stimme, Deiner Intuition vertrauen, unser Bauchgefühl ist weiser, als viele Experten denken … und Du bist aufgefordert, das Nötige dafür zu tun, um Deiner inneren Stimme wieder Gehör zu verschaffen.

Und so brauchst Du auch keine Experten, Ratgeber und Ernährungsgurus mehr, die Dir weismachen wollen, was für Dich das Richtige ist. Du brauchst sie nicht, Du weißt es bereits.

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Chlorpyrifos-giftige Orangen

Chlorpyrifos erfüllt nicht die Kriterien für die Erneuerung seiner Genehmigung

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat mitgeteilt, dass der Pflanzenschutzmittelwirkstoff Chlorpyrifos nicht die gesetzlich geforderten Kriterien für die Erneuerung seiner Genehmigung in der Europäischen Union erfüllt. https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/scientific_output/5809-chlorpyrifos.pdf

Das BfR hatte in seiner Kommentierung im Peer-Review im Wiedergenehmigungsverfahren darauf hingewiesen, dass vor allem belastbare entwicklungsneurotoxikologische Studien (DNT, Development Neurotoxicity Study) fehlen. Obwohl das Peer-Review-Verfahren noch nicht vollständig abgeschlossen ist, hat die Europäische Kommission die EFSA gebeten, eine Erklärung über die verfügbaren Ergebnisse der Bewertung der menschlichen Gesundheit abzugeben.

Die EFSA hat in diesem Peer-Review-Prozess Bedenken hinsichtlich möglicher genotoxischer und neurologischer Effekte während der Entwicklung festgestellt, unterstützt durch epidemiologische Daten, die Auswirkungen auf Kinder zeigen. Somit kann derzeit kein sicherer gesundheitlich basierter Richtwert festgesetzt werden. Das BfR teilt die wissenschaftliche Bewertung der EFSA.

Chlorpyrifos ist ein organischer Phosphorsäureester, der zur Bekämpfung von Insekten ein- gesetzt wird. Der Pflanzenschutzmittelwirkstoff ist Gegenstand eines Verfahrens zur Erneuerung der Genehmigung unter der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009.

Die derzeit laufende Genehmigung für Chlorpyrifos endet im Januar 2020. Der Antrag der Hersteller auf Erneuerung wird derzeit im Rahmen des Peer-Review-Systems der EU für die Genehmigung von Wirkstoffen bewertet.

Quelle: Bundesamt für Riskiobewertung

Weitere Informationen auf der BfR-Website zum Chlorpyrifos:

https://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/chlorpyrifos-129659.html

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Weihnachtsbeleuchtung: BUND weist hohe Gehalte illegaler Schadstoffe in Lichterketten nach

Weihnachtszeit – Lichterzeit: Viele Menschen dekorieren gerade in der dunklen Jahreszeit ihre Wohnungen und Gärten mit Lichterketten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich die Frage gestellt, ob der Einsatz von Lichterketten unbedenklich ist. Das schockierende Ergebnis: Weihnachtsbeleuchtung enthält große Mengen an gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien. Das ist das Resultat einer Testreihe, die der BUND im Herbst 2019 durchgeführt hatte. Stichprobenartig wurden vier Lichterketten oder -schläuche bei namhaften Online-Händlern erworben und von einem externen Labor auf bedenkliche Phthalate und Chlorparaffine getestet, die als Weichmacher für PVC zum Beispiel in Kabelummantelungen dienen. In drei von vier Lichterketten konnten die Schadstoffe in erheblichen Konzentrationen von bis zu 27 Prozent nachgewiesen werden. Dies ist umso alarmierender, da der Einsatz von Phthalaten und Chlorparaffinen in Elektrogeräten EU-weit verboten ist. 

„Mit einem solch erschreckenden Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, erklärt Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender. „Wir fordern die Hersteller der belasteten Produkte, namentlich Hellum, Salcar GmbH und Globo auf, ihre Lichterketten umgehend vom Markt zu nehmen, um so zu verhindern, dass noch mehr dieser gesundheitsschädlichen Leuchtmittel in den Vertrieb gelangen.“ Im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher hat der BUND die Testergebnisse an die zuständigen Bezirksbehörden weitergeleitet und diese aufgefordert, das Schnellwarnsystem der EU (RAPEX) zu aktivieren. Bandt weiter: „Mit einem Produktrückruf allein ist es nicht getan. Hersteller von Alltagsprodukten müssen offenlegen, welche Chemikalien in ihren Produkten eingesetzt werden – so wie es bei Kosmetik bereits der Fall ist. Hier ist auch die Politik gefordert, endlich für mehr Transparenz zu sorgen.“

Die Ergebnisse dieses Tests weisen nach Auffassung des BUND auf ein grundsätzliches Problem bei der Produktion von Gütern hin. „Die Ergebnisse zeigen wieder einmal, dass viele Unternehmen ihre Lieferkette nicht im Griff haben“, so Ulrike Kallee, Schadstoff-Expertin des BUND. „Händler und Produkthersteller müssen ihren Lieferanten endlich klare Vorgaben machen und die Ware regelmäßig auf Schadstoffe überprüfen. Die eingesetzten Chemikalien belasten nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch die Umwelt – bei uns und in den Produktionsländern.“

Die vom Labor nachgewiesenen Phthalate DEHP und DBP gelten als besonders bedenklich für die Gesundheit. Alle vier Lichterketten im Test waren zwischen 0,16 und 27 Gewichtsprozent mit diesen Schadstoffen belastet. Gemäß der europäischen Richtlinie zur Beschränkung von gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) dürfen Produkte mit Gehalten über 0,1 Gewichtsprozent europaweit nicht verkauft werden. Die Weichmacher können durch Ausdünsten, Auswaschung oder Abrieb aus der Weihnachtbeleuchtung entweichen und gelangen so in die Umwelt. In Innenräumen binden sie sich an Hausstaub und können so eingeatmet werden. DEHP und DBP ähneln den körpereigenen Hormonen und bringen das fein ausbalancierte Hormonsystem des Körpers aus dem Gleichgewicht. Eine Vielzahl von Erkrankungen und Störungen wird mit diesen Substanzen in Verbindung gebracht: unter anderem verringerte Spermienqualität, verfrühte Pubertät, Asthma, Brustkrebs, Fettleibigkeit, Diabetes sowie erniedrigte Intelligenzquotienten und das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS). 

Darüber hinaus waren die Lichterketten auch auffällig mit gefährlichen Chlorparaffinen (SCCP) belastet. Auch hier verstoßen drei Lichterketten mit Werten zwischen 0,24 und 2,4 Gewichtsprozent gegen geltendes Recht. Die europäische Verordnung für persistente organische Schadstoffe (POP-Verordnung) legte bereits 2015 für SCCP ein Grenzwert von 0,15 Prozent fest. Chlorparaffine sind extrem langlebig und sehr giftig für Wassertiere. Sie belasten weltweit Gewässer, Böden und Lebewesen und reichern sich im Nahrungsnetz an. Beim Menschen können sie Nieren-, Leber- und Schilddrüsenschäden verursachen und möglicherweise Krebs erregen. 

Quelle: bund.net